Ich habe es gewagt. Ich habe mich gegen sie gestellt. Und das auf ihrem Territorium. Ich wurde beschimpft, beleidigt und bedroht, sogar über meinen Nachnamen wurden Rückschlüsse auf mein Hirnvolumen gezogen. Denn ich habe mich für die persönliche Freiheit des Einzelnen stark gemacht. Wer jetzt denkt, ich hätte mich irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern auf einem NPD-Parteitag mit meinen politischen Ansichten ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt, der irrt. Ich war nämlichen bei den Guten: Auf der Facebookseite der Frauenzeitschrift EMMA um über den (Un-)Sinn des Prostitutionsverbotes zu diskutieren.

Das von den EMMA-Feministinnen geforderte Prostitutionsverbot greift, wie fast alle ideologisch motivierten Verbote, in die Privatsphäre freier und mündiger Bürger ein. Das ist der Kern meiner These und nicht die Frage, ob ich gerne in den Puff gehe oder mich anderweitig der Hurerei hingebe. Mir ist es auch ehrlich gesagt völlig egal, dass Tanja Rahm, die neue Identifikationsfigur der Schwarzer’schen Bewegung, nun über ihre Freier herzieht und bald ein Buch verkauft. Im Gegenteil, so zieht sie doch endlich mal den Frauen das Geld aus der Tasche.

Doch ich will auf die unzähligen Beleidigungen und Beschimpfungen in der Masse gar nicht eingehen, denn das würde den Artikel hier sprengen und Ihr würdet Euch zwar totlachen, ich aber nicht zum Kern kommen. 
Nur dass ich Frauen nicht mögen würde, dem möchte ich doch vehement widersprechen. Die EMMA hat in einem mit heißer Nadel gestrickten Artikel auf ihrer Website mich sogar zitiert. Natürlich ohne mich zu nennen, falsch und aus dem Zusammenhang gerissen. Ich hatte geschrieben, dass ich beim Durchlesen dieser „wirklich amüsanten Diskussion“ zu dem Schluss kommen muss, dass man den EMMA-Feminismus aufgrund eindeutig verfassungsfeindlicher Tendenzen verbieten müsse. Die EMMA machte daraus kurz, ich würde behaupten, man müsse EMMA verbieten. Eine Richtigstellung meinerseits auf der Website der EMMA wurde natürlich kommentarlos gelöscht. Während der gesamten Diskussion wurde von exakt einer einzigen Feministin Argumente geliefert. Die restlichen Teilnehmer sind scheinbar so verblendet und radikalisiert, dass jeder Terrorfürst Unterricht in Agitation bei Frau Schwarzer und ihrer Army of Darkness nehmen könnte.

Die Väterrechtsbewegung ist sexistisch und überhaupt rechts! Richtig baff wird der geneigte Diskutant allerdings, wenn er lesen muss, dass Väter, die Ihr Kind nur sehen, wenn Madame Ex-Frau es gestattet, dumme Sexisten sind. Sonst hätte sich die Ex-Frau ja nicht getrennt. Und diejenigen, die sich für eine Reform des Familienrechts einsetzen – also die Väterrechtsbewegung – sind sowieso sexistisch. Und außerdem rechtsradikal. Da ist sie wieder, die braune Keule, die von „Gender-Forschern“ und vor allem Feminist*innen immer dann geschwungen wird, wenn die eigene Argumentationskette ad absurdum geführt wird. Für jeden Mann, der vor deutschen Gerichten wie gegen Windmühlen um ein wenig mehr Zeit mit seinen Kindern kämpft, ist das ein Schlag ins Gesicht.

Für diese Männer gibt es keine Lobby. Kein Politiker, egal ob konservativ, liberal, sozialdemokratisch und erst recht nicht Grün, setzt sich mit einer solchen Verve gegen die offensichtliche und von der Justiz geschützte Benachteiligung der deutschen Trennungsväter ein wie für die Sache des Feminismus. Selbst die Europäische Union fordert in einem Toleranzpapier die qualifizierte(!) Bestrafung von Kritik am Feminismus.

Irgendjemand muss diesem Wahnsinn, der unsere Gesellschaft und unsere Werte zerstört ein Ende machen. Fangen wir so schnell wie möglich damit an.

Erschienen bei Wahre Männer – das eMag von Oliver Flesch unter http://oliver-flesch.com/2014/01/22/gastautor-alexander-geilhaupt-mitten-in-der-armee-der-finsternis-also-in-emma/

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