Vor exakt einundzwanzig Jahren veröffentlichten Tilo Eichhoff und ich unter dem Produzenten-Pseudonym Winston/Voché im Bielefelder Musik und Kunstverlag das Album Mainstreet - Love is a Drug. Jetzt steht die Reunion an. Und eine Reise in meine musikalische Vergangenheit.

Vor exakt einundzwanzig Jahren veröffentlichten Tilo Eichhoff und ich unter dem Produzenten-Pseudonym Winston/Voché im Bielefelder Musik- und Kunstverlag das Album Mainstreet – Love is a Drug. Jetzt steht die Reunion an. Und eine Reise in meine musikalische Vergangenheit.

Als ich dreizehn Jahre alt war, entschloss ich mich, Musiker zu werden. Ich kaufte mir, ohne das Wissen meiner Eltern und mit geliehenem Geld, für dreihundert Mark meine erste Gitarre. Eine Kopie der großartigen Les Paul von Aria. Mit miesem Griffbrett und noch mieserem Sound. Trotzdem war sie mein ganzer Stolz. Gemeinsam mit meinen Klassenkameraden Frank Winkelmann, einem damals schon großartigen Pianisten und Jonas Ulrich, der wie ich gerade Anfänger war, am Schlagzeug, entschlossen wir uns, Rockstars zu werden. Unser erster Gig war dann beim Schülerbandfestival meiner Schule. Wir nannten uns Opium und coverten die großen Hits der fünfziger Jahre: Gene Vincencts Be-Bop-a-Lula, oder Jerry Lee Lewis‘ Great Balls of Fire. Großartige Songs einer großartigen Zeit. Ich konnte gerade mal drei Akkorde und sang – trotz Stimmbruch – mit viel Verve und oft falschen Tönen.

Die erste Produktion

Acht Jahre später, ich war bereits zuhause ausgezogen, bekamen Tilo und ich das Angebot des Musik- und Kunstverlag Bielefeld zur Produktion eines Albums. Wir waren damals unfassbar kreativ und schrieben gemeinsam dutzende von Songs, die – so dachten wir – allesamt Hitpotenzial hatten. Ich war inzwischen beeinflusst von Paul Simon, dem wohl größten Musikpoeten unserer Zeit, und Tilo brachte mir die Stones, die Doors und andere, großartige Musiker der sechziger und siebziger Jahre nah. So entstanden unsere Werke oft mit einer merkwürdigen Mischung. Drei Beispiele dafür sind die Songs Love is a Drug, I don’t like that und Each Day is a Drive thru Rock ’n‘ Roll.

Love is a Drug:

I don’t like That:

Each Day is a Drive thru Rock ’n‘ Roll:

Die Reunion

Leider – und das geht mir wirklich sehr nah – haben Tilo und ich uns kurz nach der Produktion und einigen Gigs aus den Augen verloren, uns gestritten und fast achtzehn Jahre auch keinen Kontakt gehabt. Das war dumm, sowohl von ihm als auch von mir, aber wir haben es geschafft, uns wieder zusammen zu raufen. Denn neben den Songs auf dem ersten Album, gibt es weitere, teilweise uralte Kompositionen, die wir nun zu einem neuen Album zusammenfügen werden. Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung, den ich schon aufgehört hatte zu träumen. Denn Tilo ist in meinen Augen ein großartiger Poet. Und er hat mich zu seinen Lieblingskomponisten hinzugefügt. In einer Reihe mit Beethoven. Das passiert nicht oft.

In der Vorproduktion, die mit GarageBand im Büro aufgenommen wurde, sind drei Aufnahmen entstanden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Questions läuft übrigens seit drei Wochen in der Hildesheimer Hitparade, She gab es bereits auf Love is a Drug und mit Paperweight kommt ein Cover hinzu.

Questions:

She:

Paperweight:

Ihr dürft die Songs natürlich gern herunterladen und teilen. Wir freuen uns darüber. Vor allem aber auf die Produktion des Albums. Und dieses Mal wird auch ein Hit dabei sein. Das ist sicher.

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