So klingt vor allem ein Beitrag in der TAZ, in der sich Rieke Haveritz, Leiterin der Onlineausgabe taz.de, darüber mokiert, dass ein sich Teil der Spieler respektlos gegenüber den unterlegenen Argentiniern verhalten hätte.

Ein Ball. Ein Schuss. Ein Schrei. Ein Tor. Und dann waren wir Weltmeister. Doch kaum erreicht eine deutsche Mannschaft den größten Erfolg, den es im Fußball gibt, werden vor allem die linken Mahner hellhörig und suchen das Haar in der Suppe.

Fußball-Weltmeister zu werden ist die größte Auszeichnung, die man als Fußballspieler erreichen kann. Wer diesen Titel in einem so hochbesetzten Turnier gewinnt, der kann sehr wohl stolz auf das Geleistete sein. Und all diejenigen, die mit der deutschen Mannschaft mitgefiebert haben, dürfen zurecht ebenfalls stolz sein.

Die Argentinier sehen das Gauchogate gelassen

Dass die Argentinier also ein bisschen Spott über sich ergehen lassen müssen, liegt doch auf der Hand. Das ist nunmal so in der Welt des Fußballs. Mal gewinnt man, mal verliert man. Das Leben ist eben kein Ponyhof. Wirklich nicht. Das sehen übrigens auch die Argentinier so. Eine argentinische Zeitung spricht zwar von ein wenig Spott zulasten des eigenen Teams. Am Begriff Gaucho stört sich dort jedoch niemand. Im Gegenteil.

Zudem ist diese Nationalmannschaft ein perfektes Beispiel für gelungene Integration. Özil, Podolski, Klose, Boateng oder Khedira haben alle einen Migrationshintergrund. Und sie alle identifizieren sich mit unserem Land. Das müsste Rieke doch – vor allem als TAZ-„Journalistin“ – richtig gut gefallen.

Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft und die anschließende Feier passen Dir nicht, Rieke? Leb damit, dass es der große Teil der Bevölkerung schlicht geil findet. Ziemlich geil sogar. Deswegen sind aber weder die Fußballspieler noch die Fans Nationalisten oder Rechtsausleger. Schau doch einfach weg und guck ein bisschen Arte. Da läuft sicherlich etwas Anspruchsvolles.

 

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