Norbert Meier ist ein Glücksgriff für die Arminia. Nicht nur, weil er eine Mannschaft formt, bei der man endlich mal wieder das Gefühl hat, dass sie nach einem System spielt. Arminia macht, trotz des holperigen Saisonstarts und der heutigen Niederlage in Rostock, endlich wieder Spaß.

Ihm wurde nicht besonders viel zugetraut in Bielefeld. Aufgrund der verlorenen Relegation lag der Malus Abstiegstrainer auf Norbert Meier, noch bevor die Saison begonnen hatte. Und nach dem äußerst bescheidenden Saisonstart mit zwei Heimniederlagen und nur vier Punkten aus vier Spielen, wurden schnell Rufe nach einer Demission des Trainers laut.

Doch Norbert Meier führte das Team aus der Krise und verhielt sich währenddessen so, als ob es gar keine Krise gäbe. Und die Vereinsführung tat gut daran, weiter an Meier festzuhalten: es folgten dreizehn Punkte aus fünf Spielen und der durchaus beeindruckende Erfolg im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten SV Sandhausen.

Neuzugänge schlagen ein, Christian Müller lebt auf

Die Neuzugänge, die Meier und Samir Arabi verpflichtet haben, sind fast alle eingeschlagen. Auch wenn Julian Börner und Per Kluge noch Schwierigkeiten haben, sich in die Mannschaft zu finden, überzeugen Dennis Mast, Christoph Hemlein, Sebastian Schuppan und besonders Florian Dick, der sofort zur Führungsfigur wurde. Auch Alexander Schwolow ist eine echte Verstärkung. Auch Christian Müller scheint unter Norbert Meier endlich seine Position im zentralen Mittelfeld gefunden zu haben. Er dankt es mit Toren und viel Lust am Fußballspielen.

Der Schatten des Vorgängers wird kleiner

Im Gegensatz zu Stefan Krämer versucht das Team unter Meier ein System zu entwickeln, das den spielerischen Qualitäten des Kaders, der zumindest auf dem Papier das höchste Niveau aller Drittligisten hat, entspricht. Die Mannschaft überzeugt, bis auf wenige Ausnahmen, vor allem im Spielaufbau und bei Standardsituationen. Die Zeiten, in denen ein langer Pass nach vorn und das Hoffen auf Klos und den lieben Gott die einzige Taktik war, scheinen vorbei zu sein.

Stefan Krämers Schatten wird kleiner. Auch wenn der Aufstiegsheld noch immer völlig zurecht die Sympathie vieler Fans genießt, so tragen Taktik und Spielsystem seit Meiers Antritt eine deutlich andere Handschrift. Selbst die heutige Niederlage gegen Rostock war kein Offenbarungseid. Im Gegenteil, Arminia hatte das Spiel bis zum Doppelelfmeter im Griff wusste durchaus zu überzeugen.

Das Team befindet sich noch im Reifeprozess. Doch bereits jetzt ist die Arminia schwer zu schlagen und die Variabilität macht es den Gegnern schwer, zu verteidigen. Über die ganze Saison wird sich die Qualität von Mannschaft und Trainer durchsetzen.

 

 

1 KOMMENTAR

  1. Fussball ist zu ignorieren, wie die BILD Zeitung. Fussball, Alkohol und Pornografie dienen lediglich dazu, Männer vom Nachdenken oder der Rebellion abzuhalten, sie ruhig zu stellen und kontrollierbar zu machen. Geht lieber selber spielen, anstatt Fussball zu glotzen und stundenlang beim Bier darüber zu reden. Bleibt klar im Kopf und vögelt eure Frau! Mens sana in corpore sano!

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