Die Gesellschaft, in der wir derzeit leben, ist kurz vor einem einschneidenden Umbruch. Durch die Massenüberwachung ist unsere freiheitlich demokratische Grundordnung in Gefahr. Wer möchte schon auf eine Demonstration gehen oder eine solche planen, wenn er davon ausgehen kann, dass all seine Schritte überwacht werden und er auch nur das Gefühl hat, dadurch Schaden zu nehmen oder „Ärger zu bekommen“? Genau das hat die Stasi getan. Unser Regime stellt sich nur etwas klüger an, indem es die Überwachung verharmlost und so gut es geht geheim hält.

Ich will leben! Ich will in Freiheit leben! Ich will in Frieden leben! Ich will in einer Gesellschaft leben, für die Freiheit und Individualität die höchsten Güter sind. Ich will meine Freiheit auf informelle Selbstbestimmung nicht zugunsten einer imaginären Sicherheit aufgeben, die durch Massenüberwachung angeblich geschaffen wird. Ich will nicht, dass mich irgendjemand – und schon gar nicht ein ausländischer Geheimdienst – aushorcht und jede meiner Spuren sammelt, die ich im Zuge elektronischer Kommunikation hinterlasse. Denn ich habe vor unserem Regime etwas zu verbergen: mein Privatleben. Das Leben meiner Freunde, meiner Familie und meiner Arbeitskollegen. Es geht niemanden etwas an, mit wem ich wann, von wo und wie lange telefoniere, welche Websites ich besuche oder wem ich wann und von wo welche eMails schreibe. Ich will keine Autobahn, auf der alle paar Kilometer mein Kennzeichen gescannt wird, nur um eine völlig dämliche Maut zu entrichten.

Ich will in einer Gesellschaft leben, in der jedermann das Recht hat, frei und ohne Angst vor Konsequenzen zu reden. Es gibt viele Ideologien, die menschen-, freiheits- und demokratiefeindlich sind. Aber eine aufgeklärte Gesellschaft wird das erkennen. Eine aufgeklärte Gesellschaft braucht keine Denkverbote. Im Gegenteil.

Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der das Regierungsregime die Interessen von Unternehmen und „befreundeten“ Staaten vor die Interessen der eigenen Bevölkerung stellt. Ich will in einer Gesellschaft leben, in der ich eine Stimme habe. Eine Stimme, die nicht nur alle paar Jahre etwas zählt. Ich will eine Stimme haben, mit der ich gemeinsam mit anderen etwas bewegen kann, egal, welche Ansichten das Regime hat.

Ich will in einer Gesellschaft leben, die ihre eigene Kultur nicht verleugnet und die ihre eigene Sprache nicht verstümmelt. Ich habe keine Angst vor Überfremdung aber ich habe Angst um die Kultur, die seit Jahrtausenden unser Leben geprägt hat und noch heute prägt. Ich will diese Kultur durch andere bereichern. Aber ich will sie nicht zugunsten einer anderen Kultur aufgeben.

Ich will in einer Gesellschaft leben, deren Kern die Familie ist. Eine Familie, in der Kinder selbst erzogen werden. In der jeder über seine Werte selbst bestimmen kann. Und ich will, dass dieser Kern besonders geschützt wird. Denn die Familie ist unsere Wurzel. Sie ist unsere Herkunft und unsere Zukunft. Geben wir unsere Familien zugunsten feministischer und intersexueller Ideologien auf, zerstören wir diesen Kern.

Ich will, dass mein Sohn in einer Gesellschaft aufwächst, die ihn nicht zu einem hohlen Konsumaffen macht, sondern zu einem Individuum, das sich selbst entdecken und entwickeln kann. Dafür werde ich kämpfen, damit ich ihm nicht irgendwann sagen muss, ich hätte nichts gewusst.

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