2017 steht die Wahl zum Bundespräsidenten an. Da auch nächstes Jahr der Wille des Souveräns nicht den Hauch einer Rolle spielen wird und die Parteienautokratie wieder unter sich ausmachen wird, wer denn mit viel Geld und wenig Macht für fünf Jahre ins Schloss Bellevue einziehen darf, adressiere ich meinen offener Brief dieses Mal an die Mitglieder der Bundesversammlung. Und an deren Gewissen.

Liebe Mitglieder der Bundesversammlung,

nächstes Jahr werden Sie einen neuen Bundespräsidenten wählen. Für viele von Ihnen wird das eine ehrenvolle Aufgabe sein und ich gebe zu, dass ich Sie darum beneide. Nicht weil auch ich gerne Mitglied Ihrer elitären Vereinigung wäre, sondern weil ich mit meiner Stimme, die in einer Demokratie ja eigentlich etwas zählen sollte, nichts ausrichten kann.

Leider werden Sie auch dieses Mal nicht wirklich eine Chance haben, jemanden zu wählen, von dem Sie wirklich überzeugt sind. Sie werden auch niemanden wählen können, der von der Bundesregierung nicht gewollt ist. Sie sollen, je nachdem welchem politischen Lager Sie zugehörig sind, den Kandidaten wählen, die die Partei, die Sie freundlicherweise zur Bundesversammlung eingeladen hat, vorschlägt. So mies das jetzt klingt, aber ich muss Ihnen ein Geheimnis verraten: Sie sind nichts weiter als Stimmvieh für die Parteienautokratie.

Doch Sie haben viel mehr Macht als Sie sich vielleicht vorstellen können. Denn Sie alle haben das Recht, einen eigenen Kandidaten vorzuschlagen. Sogar wenn Sie in der CSU sind. Und genau aus diesem Grund habe ich eine Bitte an Sie. Lassen Sie sich nicht dazu missbrauchen, etwas abzunicken, was Ihnen vorgegeben wird. Seien Sie selbstbewusst und machen Sie von Ihrem Vorschlagsrecht Gebrauch. Denn wir leben inzwischen in einer Zeit, in der wir uns die Frage stellen müssen, ob das, was unsere Bundesregierung so veranstaltet, noch dem Willen des Souveräns folgt.

Denn unsere Politiker bieten ja im Grunde genommen keine Lösungen für die Probleme der Bürger an. Die Gottkanzlerin beispielsweise verkauft den EU-Kompromiss zur Flüchtlingskrise als Lösung. Dabei zwingt sie tatsächlich andere dazu, ein Problem zu lösen, das sie selbst mit ihrer Politik erst geschaffen hat. Als typische Politikerin verkauft sie uns das dann als Erfolg.

Die einzigen Probleme, die gelöst werden, sind die Probleme von Banken und Konzernen. Da verkauft uns die schlechteste Bundesregierung aller Zeiten die Rettung Griechenlands als dringend nötig. Dabei kommen die Milliarden, die wir niemals wiedersehen werden, nicht den Menschen dort zugute. Nein, von diesem Geld profitieren nahezu ausschließlich Banken, die zumindest einen Teil ihrer Kredite zurückerhalten. Damit tragen wir Steuerzahler das unternehmerische Risiko der Finanzindustrie. Denn diese ist ja schließlich systemrelevant. Schauen sie mal nach Island. Dort werden kriminelle Bankster konsequent weggesperrt und Finanzinstitute in die Pleite verabschiedet. Und das ist auch richtig so. Denn wer einem sowieso völlig verschuldetem Land auch noch Geld in den Rachen wirft, der muss sich nicht wundern, wenn er es nicht zurückbekommt. Aber auf Mutti ist ja Verlass. Demnächst wird die Deutsche Bank anklopfen, die sich offensichtlich wieder bei irgendeinem Mist verzockt hat. Und wieder werden wir Steuerzahler dafür haften. Das ist im Grunde so pervers, dass einem die Spucke wegbleibt.

Selbst wenn man argumentiert, dass bei einer Bankenpleite ja auch die Anleger dieser Bank ihr Geld verlieren würden, sitzt man einem Irrtum auf. Denn wenn ich so dämlich bin, mein Geld einer Bank anzuvertrauen, bei der ich nicht weiß, was sie mit meinem Geld macht, dann bin ich selbst schuld, wenn es verzockt ist. Gehen lieber zur Sparkasse oder Volksbank, die fördern wenigstens kleine und mittlere Unternehmen aus der eigenen Region.

Dazu kommt, dass das Merkelregime gnadenlos Vorhaben umsetzt, die die Bevölkerung gar nicht will. Zum Beispiel TTIP und CETA oder so einen Nonsens wie die Vorratsdatenspeicherung oder die Bestandsdatenauskunft.

Wenn Sie also ein Zeichen setzen wollen, wenn auch Sie merken, dass irgendetwas nicht stimmt in unserem Staat, dann fordere ich Sie auf, ein Zeichen zu setzen. Stehen Sie auf und widersetzen Sie sich. Das tut nicht nur nicht weh, nein es ist auch Ihr Recht und vor allem Ihre Pflicht gegenüber uns Bürgern. Haben Sie keine Sorge, Sie sollen nicht mich vorschlagen. Es gibt jemanden, der weitaus besser geeignet ist als ich. Nominieren Sie den virtuellen Kaiser Wolfgang Rogalski. Dieser Mann hat eine Vision, die uns unsere Freiheit zurückbringen wird. Eine Vision, die unsere Kinder und Enkelkinder nicht in eine Zukunft entlässt, in der es kein Bargeld mehr gibt, keine Demokratie und in der jeder Schritt und jede Form der Kommunikation überwacht wird. Vor dieser Zukunft graut es mir, vor allem, weil sie so unvermeidlich scheint.

Wolfgang Rogalski ist erfolgreicher Unternehmer in der Finanzbranche, wohnt im beschaulichen Frohnau am Rande Berlins und serviert einem freundlichen Gast einen ganz vorzüglichen Rosé. Er hat seine Schäfchen längst und sicher im Trockenen. Trotzdem engagiert er sich für uns alle und wird nicht müde vor der Macht der Banken, für die er teilweise tätig ist, zu warnen. Er wird nicht müde, seinen Finger in die Wunde unseres Staates zu legen und vor weiterem Demokratieverlust zu warnen. Ich habe viele Gespräche mit ihm geführt (einige können Sie hier nachlesen), die mich zu der Überzeugung gebracht haben, dass er derjenige ist, der die Kraft, die Persönlichkeit und vor allem die Überzeugung hat, etwas in diesem Land zu unseren Gunsten zu verändern.

Natürlich wird er nicht gewählt werden, dafür werden die Parteien schon sorgen. Aber wenn Sie nicht der CDU/CSU, der SPD oder den Grünen angehören, dann wird der Kandidat Ihrer Partei eh chancenlos sein. Fragen Sie sich und Ihr Gewissen also, ob es nicht jetzt an der Zeit ist, das Spiel der Großen zu stören. Dass es an der Zeit ist, wie Island bei der Europameisterschaft zwar chancenlos auf den Titel zu sein, aber trotzdem alles zu geben und Ihrer Überzeugung zu folgen. Nominieren Sie Wolfgang Rogalski, geben Sie ihm eine Stimme. Sie werden der Grund dafür sein, dass die nächste Bundesversammlung in die Geschichte eingehen wird. Seien Sie kein Stimmvieh, nutzen Sie Ihre Stimme.

Es grüßt – auch Ihr Gewissen

Alexander Geilhaupt

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