Donald Trump steht sicherlich nicht für eine Politik, die ich befürworte. Waterboarding, Überwachung und Rassismus sind nicht mein Fall. Aber der 45. Präsident der USA steht trotzdem für eine neue Hoffnung.

Die Eliten sind schockiert. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland. Monatelang hatte man den Eindruck, die europäischen Mainstream-Medien würden hierzulande Wahlkampf für Hillary Clinton machen. Kaum ein Tag verging, ohne dass uns irgendein Kommentator aus dem Staatsfunk einzuimpfen versuchte, was für ein Idiot Donald Trump denn sei.

Doch all das half nichts. Der Souverän, der zu aller Überraschung dann doch das Volk ist, hat sich gegen den Mainstream gestemmt. Für die Bessermenschen wie Cem Özdemir oder Ralf Stegner scheint der Sieg des streitbaren Milliardärs aus New York der Untergang des Abendlandes zu sein.

Persönlich kann ich die Angst der politischen Elite in Europa verstehen. Zuerst erdreisten sich die britischen Bürger, die EU abzulehnen und dann schafft es ein Seiteneinsteiger, der vom gesamten politischen Establishment bekämpft, bespuckt und beschimpft wird, das mächtigste Amt der Welt zu erobern. Nicht auszudenken, wenn Trump keinen neuen Krieg beginnt, das Verhältnis der NATO zu Russland deeskaliert und es schafft, die US-Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Der Sieg von Donald Trump steht für eine neue Hoffnung. Nicht auf eine gute Politik, sondern auf die Möglichkeit, dass sich die Bürger die Macht von den Eliten zurückholen können. Das ist die eigentliche Botschaft der letzten Nacht.

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