Joachim Gaucks Amtszeit hat endlich ein Ende. Eigentlich eine gute Nachricht. Doch da er denkt, er würde das beste Deutschland hinterlassen, das wir je hatten, muss man ihm wohl ein wenig auf die Sprünge helfen. Zum Glück ist dies der letzte offene Brief an den wohl schlechtesten Bundespräsidenten aller Zeiten.

Herr Gauck,

in Ihrer Abschiedsrede fabulieren Sie vom besten Deutschland, das wir je hatten. Dass Sie das so sehen, überrascht mich nicht, schließlich erweckten Sie während Ihrer Amtszeit den Eindruck, dem Leben der Menschen in Deutschland vollkommen entrückt zu sein.

Unzählige Familien leben in prekären Verhältnissen, Menschen hangeln sich von Jahresvertrag zu Jahresvertrag und stocken ihren viel zu geringen Lohn mit Hartz IV auf. Einen Ausweg daraus gibt es kaum. Ich habe öffentliche Schulen gesehen, die so heruntergekommen sind, dass ich mich ernsthaft frage, wie dort die nächste Generation auf wenigstens mittelmäßigem Niveau überhaupt etwas lernen soll.

Das Geld, mit dem man unseren Kindern wieder eine Zukunft schaffen könnte, schustern die Eliten, die Sie, ganz im Gegensatz zu den Bevölkerungen, nicht für ein Problem halten, den Pleitebanken dieser Welt zu. Getarnt wird dieser offenkundige Raub an der Gesellschaft als Eurorettung, Griechenlandhilfe oder ESM und EFSF. Damit tragen wir Steuerzahler das unternehmerische Risiko der Finanzindustrie. Auch der Rüstungsindustrie machen Sie Mut, zum Beispiel mit Ihrer Überzeugung, dass Krieg immer das letzte Mittel sein muss.

Unsere gesamte elektronische Kommunikation wird überwacht und gespeichert, und eine ehemalige Stasi-IM schnüffelt im Auftrag des Justizministers der falschen Meinung in sozialen Netzwerken hinterher, was die meisten Rechtsexperten für verfassungsrechtlich mindestens bedenklich halten. Als nächstes dürfen wir uns über eine Organisation freuen, die Fake News als solche markiert. Nach der Kommunikations- und Meinungskontrolle kommt nun die Nachrichtenkontrolle zurück in staatliche Hand.

Und Sie, Herr Gauck? Sie schwafeln von Freiheit, die immer weiter abgebaut wird und einer Spaltung des Landes, die Sie und Ihre Politikelite durch eine völlig verfehlte Migrationspolitik selbst geschaffen haben.

Dieses Deutschland ist das schlechteste Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg auf der einen und dem Ende der DDR auf der anderen Seite, geführt von der schlechtesten Bundesregierung aller Zeiten.

Ich bin froh, dass Sie gehen, Herr Gauck und es schmerzt mich, dass sie bis an Ihr Lebensende den Ehrensold bekommen. Geld, das wir Steuerzahler erwirtschaften.

Genießen Sie Ihren Ruhestand, ich werde es tun.

 

Es grüßt,

Alexander Geilhaupt

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